Freitag, 24. April 2009

Die täglichen Herausforderungen

In einem anderen Land zu leben, bringt viele Herausforderungen mit sich. Bei der ersten großen Hürde - Wohnung suchen & umziehen - durfte ich auf die professionelle Unterstützung einer Relocation Agentur zurück greifen. Auch die ersten wichtigen Dinge wie Strom & Gas haben die für mich angemeldet. Diese Hilfe ist einfach unbezahlbar! Leider ist dieser Service zeitlich & inhaltlich begrenzt und irgendwann muss man die täglichen Herausforderungen alleine meistern.

Wie z.B. die Hotline der französischen Telekom anrufen weil der DSL-Anschluss nicht funktioniert. Hotlines, besonders technische Service-Lines, sind schon in der Muttersprache eine Herausforderung (jedenfalls ist das meine Erfahrung). Mein französisch wird zwar von Tag zu Tag besser, aber ich habe seit der Schule kaum gesprochen - und das ganze dann am Telefon zu einem technischen Thema... war spaßig! 
Um ehrlich zu sein war ich danach den Tränen nahe - das nennt man glaube ich Kulturschock. Irgendwann wird es einem zuviel und man fühlt sich einfach überfordert. In seinem Heimatland trifft man auch auf Probleme und kennt nicht jeden bürokratischen Prozess. Aber man kennt das Grundgerüst; man weiß ungefähr, wie die Dinge organisiert sind, und man hat keine Sprachbarriere. Das gibt einem Sicherheit und macht vieles einfacher. 

Ich finde aber, bis jetzt schlage ich mich ganz gut. Habe immerhin schon eine ansehnliche Liste an Herausforderungen des täglichen Lebens gemeistert:
  • einen Handyvertrag für ein iPhone abgeschlossen (wichtig!)
  • einen neuen Gasherd gekauft (inkl. Liefertermin vereinbaren und dafür sorgen, dass das Altgerät entsorgt wird, versteht sich)
  • eine neue Kühlschranktür bestellt und montieren lassen
  • eine Putzfrau engagiert und die speziellen "Cheques Emploi Service" bestellt (so werden automatisch Sozialabgaben auf den Lohn abgeführt, alles korrekt & ganz offiziell also)
  • einen Parkplatz angemietet (der mit Aussicht...)
  • herausgefunden, dass man einen Dauerauftrag hier nicht einfach selbst im Online-Banking anlegen kann
  • zum Rathaus gegangen um einen Anwohnerparkausweis zu beantragen (bis jetzt gescheitert, geht nämlich nur mit französischem Kennzeichen - und diese Herausforderung habe ich noch vor mir)
  • zum Frisör gegangen (was ich als riskanteste & größte aller Herausforderungen einstufe...)
Na ja, und wenn es hart auf hart kommt, darf ich ja auch mal schummeln... dann ruft Eve (die Sekretärin meines Chefs) irgendwo für mich an oder übersetzt für mich die Nachricht auf meiner Mailbox, die ich auch nach dem fünften Abhören nicht verstanden habe... Alles wird gut :-)

Sonntag, 19. April 2009

Bloggen für Fortgeschrittene

Ich muss mich langsam mal mit den Feinheiten des Bloggens auseinander setzen. Ein nettes Design für den Blog erstellen (oder besser: irgendwo herunterladen) oder lernen, wie man per email bloggt. Letzteres teste ich gerade und nutze die Gelegenheit, gleich mal den Link zu einem Webalbum zu posten, in das ich Fotos meiner neuen Wohnung hochgeladen habe. Très pariesien, n'est-ce pas? ;-)

http://picasaweb.google.com/silke.heinrich/ParisWohnung?authkey=Gv1sRgCIPjnpbljsb1QQ&feat=directlink

Donnerstag, 16. April 2009

Der Erste Besuch

Wie es sich gehört, waren meine Eltern die ersten Besucher in meiner neuen Heimat. Vom 20. - 23. März waren sie hier, knapp einen Monat nach meinem Einzug. Ursprünglich hatten wir das geplant, damit mir meine Eltern helfen können, das Chaos nach dem Einzug zu beseitigen. Aber hey, ich war schon sehr fleißig... ich hatte ein komplettes Wochenende lang in der Wohnung rumgeräumt. Direkt nach dem Einzug waren alle Kartons ausgepackt - ich wollte, dass das Umzugsunternehmen sie gleich wieder mitnimmt - aber alles war schnell in irgendwelche
Schränke geräumt worden. Also hieß es, alles nochmal aus- und umräumen.

Als meine Eltern dann kamen, haben wir uns den Rest vorgenommen; das, was ansonsten noch Monate dauern kann: Lampen und Bilder (und meine Vitrine reparieren (siehe links) - habe beim Möbelrücken über den unebenen Boden einen Standfuss geschrottet...). In 1,5 Jahren Düsseldorf hatte ich vorhandene Lampen nur provisorisch verteilt und aufgehängt und die meisten Bilder hatten es gar nicht an die Wand geschafft... Diesmal war es anders, es ist ALLES fertig. Nicht schlecht, oder? Na ja, diesmal war es ja auch etwas einfacher, da ich keinerlei neue Möbel anschaffen musste. Ich habe nur das vorhandene in der Wohnung verteilt.

Und da ich vorher schon so fleißig war hatten wir noch genug Zeit, Paris ein wenig zu genießen. Über den Champ de Mars flanieren, die Straßen von Montmartre und die kleinen Läden dort entdecken oder einfach durch mein Viertel spazieren... War ein schönes Wochenende und ich freue mich auf Ende Mai, wenn sie wieder nach Paris kommen, dann zusammen mit meiner Oma.