Wie z.B. die Hotline der französischen Telekom anrufen weil der DSL-Anschluss nicht funktioniert. Hotlines, besonders technische Service-Lines, sind schon in der Muttersprache eine Herausforderung (jedenfalls ist das meine Erfahrung). Mein französisch wird zwar von Tag zu Tag besser, aber ich habe seit der Schule kaum gesprochen - und das ganze dann am Telefon zu einem technischen Thema... war spaßig!
Um ehrlich zu sein war ich danach den Tränen nahe - das nennt man glaube ich Kulturschock. Irgendwann wird es einem zuviel und man fühlt sich einfach überfordert. In seinem Heimatland trifft man auch auf Probleme und kennt nicht jeden bürokratischen Prozess. Aber man kennt das Grundgerüst; man weiß ungefähr, wie die Dinge organisiert sind, und man hat keine Sprachbarriere. Das gibt einem Sicherheit und macht vieles einfacher.
Ich finde aber, bis jetzt schlage ich mich ganz gut. Habe immerhin schon eine ansehnliche Liste an Herausforderungen des täglichen Lebens gemeistert:
- einen Handyvertrag für ein iPhone abgeschlossen (wichtig!)
- einen neuen Gasherd gekauft (inkl. Liefertermin vereinbaren und dafür sorgen, dass das Altgerät entsorgt wird, versteht sich)
- eine neue Kühlschranktür bestellt und montieren lassen
- eine Putzfrau engagiert und die speziellen "Cheques Emploi Service" bestellt (so werden automatisch Sozialabgaben auf den Lohn abgeführt, alles korrekt & ganz offiziell also)
- einen Parkplatz angemietet (der mit Aussicht...)
- herausgefunden, dass man einen Dauerauftrag hier nicht einfach selbst im Online-Banking anlegen kann
- zum Rathaus gegangen um einen Anwohnerparkausweis zu beantragen (bis jetzt gescheitert, geht nämlich nur mit französischem Kennzeichen - und diese Herausforderung habe ich noch vor mir)
- zum Frisör gegangen (was ich als riskanteste & größte aller Herausforderungen einstufe...)

