Montag, 4. Mai 2009

Preisschock

Paris ist teuer, das ist allgemein bekannt. Und eigentlich merkt man das schon bei der Wohnungssuche. 80qm für 2.000€ - das entspricht durchaus dem üblichen Niveau. Aber so richtig wird es einem bei den kleinen Dingen des Alltags bewusst. Am Samstag hatte ich mal wieder einen kleinen Preisschock... 
Ich hatte vorher schon Kleidung in der Reinigung gehabt, aber da es immer mehrere Teile waren, habe ich mich zwar über den insgesamt hohen Betrag gewundert, es aber nicht auf die Einzelteile runtergebrochen. Diesmal hatte ich nur einen Hosenanzug abgegeben - und bei der Abholung ist mir mal kurz ganz anders geworden: mit 24,80€ schlägt die Reinigung eines normalen Anzugs zu Buche. Autsch...

Freitag, 24. April 2009

Die täglichen Herausforderungen

In einem anderen Land zu leben, bringt viele Herausforderungen mit sich. Bei der ersten großen Hürde - Wohnung suchen & umziehen - durfte ich auf die professionelle Unterstützung einer Relocation Agentur zurück greifen. Auch die ersten wichtigen Dinge wie Strom & Gas haben die für mich angemeldet. Diese Hilfe ist einfach unbezahlbar! Leider ist dieser Service zeitlich & inhaltlich begrenzt und irgendwann muss man die täglichen Herausforderungen alleine meistern.

Wie z.B. die Hotline der französischen Telekom anrufen weil der DSL-Anschluss nicht funktioniert. Hotlines, besonders technische Service-Lines, sind schon in der Muttersprache eine Herausforderung (jedenfalls ist das meine Erfahrung). Mein französisch wird zwar von Tag zu Tag besser, aber ich habe seit der Schule kaum gesprochen - und das ganze dann am Telefon zu einem technischen Thema... war spaßig! 
Um ehrlich zu sein war ich danach den Tränen nahe - das nennt man glaube ich Kulturschock. Irgendwann wird es einem zuviel und man fühlt sich einfach überfordert. In seinem Heimatland trifft man auch auf Probleme und kennt nicht jeden bürokratischen Prozess. Aber man kennt das Grundgerüst; man weiß ungefähr, wie die Dinge organisiert sind, und man hat keine Sprachbarriere. Das gibt einem Sicherheit und macht vieles einfacher. 

Ich finde aber, bis jetzt schlage ich mich ganz gut. Habe immerhin schon eine ansehnliche Liste an Herausforderungen des täglichen Lebens gemeistert:
  • einen Handyvertrag für ein iPhone abgeschlossen (wichtig!)
  • einen neuen Gasherd gekauft (inkl. Liefertermin vereinbaren und dafür sorgen, dass das Altgerät entsorgt wird, versteht sich)
  • eine neue Kühlschranktür bestellt und montieren lassen
  • eine Putzfrau engagiert und die speziellen "Cheques Emploi Service" bestellt (so werden automatisch Sozialabgaben auf den Lohn abgeführt, alles korrekt & ganz offiziell also)
  • einen Parkplatz angemietet (der mit Aussicht...)
  • herausgefunden, dass man einen Dauerauftrag hier nicht einfach selbst im Online-Banking anlegen kann
  • zum Rathaus gegangen um einen Anwohnerparkausweis zu beantragen (bis jetzt gescheitert, geht nämlich nur mit französischem Kennzeichen - und diese Herausforderung habe ich noch vor mir)
  • zum Frisör gegangen (was ich als riskanteste & größte aller Herausforderungen einstufe...)
Na ja, und wenn es hart auf hart kommt, darf ich ja auch mal schummeln... dann ruft Eve (die Sekretärin meines Chefs) irgendwo für mich an oder übersetzt für mich die Nachricht auf meiner Mailbox, die ich auch nach dem fünften Abhören nicht verstanden habe... Alles wird gut :-)

Sonntag, 19. April 2009

Bloggen für Fortgeschrittene

Ich muss mich langsam mal mit den Feinheiten des Bloggens auseinander setzen. Ein nettes Design für den Blog erstellen (oder besser: irgendwo herunterladen) oder lernen, wie man per email bloggt. Letzteres teste ich gerade und nutze die Gelegenheit, gleich mal den Link zu einem Webalbum zu posten, in das ich Fotos meiner neuen Wohnung hochgeladen habe. Très pariesien, n'est-ce pas? ;-)

http://picasaweb.google.com/silke.heinrich/ParisWohnung?authkey=Gv1sRgCIPjnpbljsb1QQ&feat=directlink

Donnerstag, 16. April 2009

Der Erste Besuch

Wie es sich gehört, waren meine Eltern die ersten Besucher in meiner neuen Heimat. Vom 20. - 23. März waren sie hier, knapp einen Monat nach meinem Einzug. Ursprünglich hatten wir das geplant, damit mir meine Eltern helfen können, das Chaos nach dem Einzug zu beseitigen. Aber hey, ich war schon sehr fleißig... ich hatte ein komplettes Wochenende lang in der Wohnung rumgeräumt. Direkt nach dem Einzug waren alle Kartons ausgepackt - ich wollte, dass das Umzugsunternehmen sie gleich wieder mitnimmt - aber alles war schnell in irgendwelche
Schränke geräumt worden. Also hieß es, alles nochmal aus- und umräumen.

Als meine Eltern dann kamen, haben wir uns den Rest vorgenommen; das, was ansonsten noch Monate dauern kann: Lampen und Bilder (und meine Vitrine reparieren (siehe links) - habe beim Möbelrücken über den unebenen Boden einen Standfuss geschrottet...). In 1,5 Jahren Düsseldorf hatte ich vorhandene Lampen nur provisorisch verteilt und aufgehängt und die meisten Bilder hatten es gar nicht an die Wand geschafft... Diesmal war es anders, es ist ALLES fertig. Nicht schlecht, oder? Na ja, diesmal war es ja auch etwas einfacher, da ich keinerlei neue Möbel anschaffen musste. Ich habe nur das vorhandene in der Wohnung verteilt.

Und da ich vorher schon so fleißig war hatten wir noch genug Zeit, Paris ein wenig zu genießen. Über den Champ de Mars flanieren, die Straßen von Montmartre und die kleinen Läden dort entdecken oder einfach durch mein Viertel spazieren... War ein schönes Wochenende und ich freue mich auf Ende Mai, wenn sie wieder nach Paris kommen, dann zusammen mit meiner Oma. 

         

Mittwoch, 25. März 2009

Parkplatz mit Aussicht

Die ersten Wochen habe ich es ohne versucht, aber seit kurzem habe ich einen Parkplatz gemietet. Nachdem ich an einem Freitag Abend geschlagene 45 Minuten nach einem einigermaßen akzeptablen Platz für mein Auto gesucht habe um schließlich doch auf einen öffentlichen Parkplatz zu fahren (26€ für 24h... fast ein Spottpreis verglichen mit anderen Dingen hier), war meine Entscheidung entgültig gefallen.
In der folgenden Woche hat die liebe Evelyne, Sekretärin meines Chefs, für mich bei dem Parkplatzbetreiber angerufen. In solchen Dingen nehme ich nur allzu gerne Ihre Hilfe in Anspruch. Mein Französisch wird zwar von Tag zu Tag besser, aber telefonieren ist immer noch eine Herausforderung. Obwohl ich schon erfolgreich die Hotline meines Telefonanbieter angerufen habe. Das war ein Spaß... aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zu meinem Parkplatz, für den ich jeden Monat ein Vermögen hinblättere. Aber es ist wohl wie bei einer Wohnung - man zahlt für die Aussicht... oder?

Shoppingträume

Als ich 2007 nach Düsseldorf gezogen bin habe ich ewig gebraucht, bis die neue Wohnung eingerichtet war. Kein Wunder, denn ich hatte ich meine Wohnungsgröße gegenüber Stuttgart ja auch fast verdoppelt. So glich mein Wohnzimmer lange einem Ballsaal, bis ich endlich passende Möbel gefunden hatte (was zur Feier meines 30. Geburtstags allerdings sehr praktisch war...).


Diesmal ist es anders: gegenüber Düsseldorf ist meine Wohnung 20qm kleiner (zahle aber übrigens mehr als den doppelten Preis...), so dass ich mir nicht mehr zahllose Samstage in Möbelhäusern und Baumärkten um die Ohren schlagen muss. Die einzigen Herausforderungen waren, die Möbel auf kleinerem Raum unterzubringen und nach dem Umzug das Chaos in meiner Wohnung zu beseitigen. Nach zwei intensiven "Rumräum-Wochenenden" wäre der Part nun erledigt, und jetzt kann ich anfangen, Paris zu genießen.

Tja, und was macht Silke wohl als erstes - Louvre, Eiffelturm, Arc de Triomphe? Nix da, Galeries Lafayette und Printemps selbstverständlich! Ich habe den halben Samstag rund um die Oper verbracht und es ist wirklich ein Shoppingtraum. Wo kann man schon noch schöner shoppen als unter der beeindruckenden Glaskuppel in den Galeries Lafayette? Aber ich weiß jetzt auch, warum mein Arbeitgeber mir eine "Cost of Living Allowance" für die höheren Lebenshaltungskosten zahlt... Und ich bin verdammt froh, dass ich die Wohnung in der Rue de Caumartin nicht genommen habe - das ist direkt hinter dem Printemps und hätte meinen finanziellen Ruin bedeutet! Also Mädels, fangt schon einmal an zu sparen, der Flug nach Paris wird Euer kleinstes Problem sein ;-)

Sonntag, 15. März 2009

Bloggen? Viel zu anstrengend!

Das war bis jetzt meine Meinung. Schließlich verbringe ich schon die meiste Zeit meines Berufsalltags vor dem Computer. Manchmal checke ich wochenlang meine privaten E-Mails nicht und selbst das Beantworten von SMS ist mir zu viel, wenn ich schon ca. 100 Mails täglich im Job bearbeitet habe.
Aber vielleicht lag es bisher auch daran, dass ich mich mit dem Thema Blog nicht wirklich beschäftigt hatte. Das hat sich durch den wunderbaren Blog von Benjamin (bzw. seinen Eltern Martin & Bettina) geändert. Also wage ich den Schritt und fange einen eigenen Blog an. Ob es mir gelingt, auch regelmäßig zu posten? Wir werden sehen...